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Die Werkzeuge

Fünf Diagnosen. Eine Grammatik.

Jedes Werkzeug ist aus denselben Kanon-Elementen komponiert: eine Leitfrage, ein Bild, ein Verfahren, die Grenzformel. Und für alle gelten dieselben Regeln — Tragfähigkeitsgrad 1 bis 6 (1 trägt die Person, 6 trägt die Organisation), Selbstbild und Außensicht getrennt, die Differenz ist der Befund, maßgeblich ist das Minimum, nie der Durchschnitt, Bandbreiten statt Punktwerte.

Alle Werkzeuge laufen im Projektstudio, projektbezogen und mit getrennten Sichten. Ihre Antworten verlassen Ihren Browser nicht.

Erprobte Methode, junge Software: Die Werkzeuge sind aus den fertigen Büchern und der Theory Bible abgeleitet. „Beta" bezeichnet die Software, nicht das Verfahren.

Kurz zum Vokabular: Nägel sind Stellen, an denen das Unternehmen an einer Person hängt; Träger sind das Verhalten, das künftig trägt; der Tragfähigkeitsgrad reicht von 1 (trägt die Person) bis 6 (trägt die Organisation). Beispiel-Report ansehen →

Sie kennen den leeren Stuhl schon aus dem Buch? Direkt ins Projektstudio →

Werkzeug 1

Das IK-Audit

„Wie gut entscheidet dieses Unternehmen ohne seine Schlüsselperson — heute, belegbar?"

Für Eigentümer, Beiräte und Gesellschafterkreise. Das Audit beginnt mit der Selbstverortung an der Kurve (Gründung, Skalierung, Reife), erhebt dann die zehn Nägel getrennt — Eigentümer und mindestens zwei Außensichten, ohne Absprache — und arbeitet mit Fallfragen statt Selbsteinschätzung: nicht „Wie gut ist Ihre zweite Ebene?", sondern „Welche Entscheidung hat Ihre zweite Ebene zuletzt gegen Ihre vermutete Meinung getroffen?"

Was Sie bekommen

  • Die Landkarte: zehn Nägel, Selbstbild gegen Außensicht, Differenz je Zeile
  • Den IK-Index: das Minimum der Außensicht, mit den drei schwächsten Nägeln
  • Das Scharnier: welcher Träger welchen Nagel löst
  • Ein 90-Tage-Arbeitsprogramm: je Nagel ein Träger, ein Verantwortlicher, ein Datum
  • Die Dreifach-Probe: Ausfallprobe, Persistenzprobe, Praktikenprobe

Was das Audit nicht tut

  • Keine Gesamtnote — sie wäre Scheingenauigkeit
  • Kein Branchenvergleich ohne Datenbasis
  • Keine Personenbeurteilung: bewertet werden Stellen, nicht Menschen
  • Keine Besetzungsempfehlung im selben Dokument — Diagnose und Besetzung bleiben getrennt
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Werkzeug 2

Der Nachfolge-Kompass

„Welcher der elf Wege passt zu Zielen und Machbarkeit?"

Für Familien vor der Wegentscheidung. Der Kompass trennt die zwei Fragen, die in vielen Familien wie eine behandelt werden: Wem soll das Unternehmen gehören? Und wer soll es führen? Aus den zwei Achsen entstehen elf Wege — von der Familiennachfolge über Doppelspitze, MBO, MBI und Beteiligungsmodelle bis zu Stiftung und Börsengang. Jede beteiligte Person bringt sechs Ziele in eine echte Rangfolge und beantwortet fünf Machbarkeitsfragen — getrennt.

Was Sie bekommen

  • Das Zielbild je Person — und wo die Prioritäten auseinandergehen
  • Die Machbarkeit je Weg: Nur einhelliges Nein schließt aus; sonst gilt „strittig ist nicht erledigt"
  • Die Wege, gruppiert nach Tragfähigkeit und Vereinbarkeit mit dem geteilten Zielbild

Was der Kompass nicht tut

  • Er berechnet keinen Sieger, keinen Score, keine Prozentzahl
  • Er ersetzt keine rechtliche, steuerliche oder gesellschaftsrechtliche Beratung
  • Er entscheidet nicht — er schafft Entscheidbarkeit
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Werkzeug 3

Board-Readiness

„Trägt dieses Gremium den leeren Stuhl, oder ist es ein gutes Gespräch mit Tagesordnung?"

Für Beiräte und Aufsichtsgremien in Familienunternehmen. Vor jeder weiteren Frage stehen zwei Deal-Breaker: Kann bei plötzlichem Ausfall binnen 48 Stunden jemand die wichtigsten Entscheidungen übernehmen — und wissen alle, wer? Hat das Gremium ein schriftliches Mandat mit Rechten, die im Konfliktfall gegen den Eigentümer tragen? Ein offener Deal-Breaker beendet das Assessment. Er ist das Ergebnis.

Was Sie bekommen

  • Drei Säulen — Prozessreife, Gremienreife, Personenreife — mit je vier Prüffragen
  • Je Säule das Minimum; die größte Divergenz zwischen Selbstbild und Außensicht wird die erste Agenda
  • Die Jahresagenda des Hüters: vier Sitzungsbausteine, je Quartal einer

Was das Assessment nicht tut

  • Es misst das System, nicht die Klugheit seiner Mitglieder
  • Es verspricht keine besseren Zahlen — Erkenntnis und Risikofrüherkennung
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Werkzeug 4

Das CEO-Onboarding-Audit

„Wird hier eine Person ersetzt, oder ein System übergeben?"

Für Nachfolger und Fremdgeschäftsführer in den ersten Monaten. Die Botschaft an den Neuen steht auf Seite eins: „Sie werden nicht daran gemessen, ob Sie die Person ersetzen. Sie werden daran gemessen, ob Sie die Träger hüten." Das 90-Tage-Programm: erst lesen (Selbstverortung an der Kurve mit Eigentümer und Beirat, Schwerkraft-Inventur, zehn Warum-Gespräche), dann sichern (die drei schwächsten Nägel mit je einem Träger belegen, Falk-Liste einführen — für den Alten und den Neuen), dann beweisen (ein leerer Stuhl pro Woche, erste eigene Ausfall-Übung).

Was Sie bekommen

  • Die Schwerkraft-Inventur: welche Fragen zum Neuen wandern, welche zum Alten, welche zu niemandem
  • Die Prinzipien-Erhebung: wo niemand das Warum kennt, liegt ein loser Nagel
  • Die Falk-Liste: zurückgeholte Entscheidungen, geführt als Spiegel, nicht als Anklage
  • Ehrliche Erfolgsmaße: das Minimum steigt, nicht der Durchschnitt

Was das Audit nicht tut

  • Keine Führungsbeurteilung, keine kommerzielle Lagebewertung
  • Keine Heldenmetrik — wer als gefeierter Chef kommt, bringt sein halbes Werkzeug nicht mit
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Werkzeug 5

Das PE-Due-Diligence-Modul

in Vorbereitung

„Wie viel des Einstiegs-Multiples hängt an einer Person — und was davon steht in keinem Datenraum?"

Für Beteiligungsgesellschaften, vor und nach dem Einstieg. Teil A läuft parallel zur kommerziellen Due Diligence: Phasenlage an der Kurve, Ausfallprobe aus der Aktenlage, Persistenzprobe über Führungswechsel, Praktikenprobe in Management-Interviews ohne den Gründer — einschließlich der Frage gegen formales Institutionenkapital: „Zeigen Sie mir ein Verfahren, das hier abgeschafft wurde, weil es nicht mehr passte." Teil B ist der 100-Tage-Träger-Plan nach dem Closing. Die Befunde übersetzen sich in die Wertbrücke — als Bandbreiten: was Abschlag oder Earn-out rechtfertigt, was in 24 Monaten hebbar ist, was Verbleibs- statt Preisfrage ist.

Die Brücke: Zwischen Wert heute mit Ihnen und Wert ohne Abhängigkeit liegt der in der Person gebundene Wert. Nicht verloren. Nur noch nicht übertragen. Bandbreiten, keine Punktwerte.
Die Brücke. „Nicht verloren. Nur noch nicht übertragen."

Status: Dieses Modul ist auf der Plattform sichtbar, aber noch nicht als interaktives Werkzeug freigeschaltet. Die Interview- und Prüfstruktur ist im Projektstudio als Arbeitsgerüst hinterlegt; die vollständige Fassung folgt in Version 3.1. Bis dahin wird die Prüfung als moderierter Pilot begleitet — parallel zur kommerziellen Due Diligence, an der einen Stelle, die ein Käufer selbst nicht glaubwürdig führen kann: den Management-Interviews ohne den Gründer (Kontakt). Dieses Modul ersetzt keine kommerzielle, finanzielle oder rechtliche Due Diligence.

Auf jedem Deckblatt steht die Leitfrage, auf jeder Schlussseite die Grenzformel: „Institutionenkapital erhöht Wahrscheinlichkeiten. Es garantiert nichts." — und das Label: begründetes Diagnosewerkzeug, kein wissenschaftlich validierter Test. Jeder Report trägt die Interessenkonflikt-Klausel: Diagnose und Besetzung werden getrennt; wer ein Audit erstellt, empfiehlt sich damit nicht automatisch für die anschließende Suche.